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Winiger-Film gewinnt vor höchstem Gericht

Die Komödie «Love Made Easy» wurde in Kalifornien gedreht. Nun muss das Bundesamt für Kultur prüfen, ob der Film nicht doch als Schweizer Produktion durchgeht - und Fördergeld kriegt.

Das Bundesamt für Kultur hatte «Love Made Easy» die Anerkennung als Schweizer Film letztes Jahr verweigert. Die Mehrheit der technischen und künstlerischen Mitarbeiter seien nicht Schweizer oder wohnten nicht in der Schweiz. Die Produktionsfirma von Regisseur Peter Luisi gelangte gegen den Entscheid ans Bundesverwaltungsgericht.

Schweizer Quote von 50 Prozent

Die Firma führte dabei aus, dass sie für die Gewährung von erfolgsabhängiger Filmförderung auf die Qualifizierung als Schweizer Film angewiesen sei. Die Richter in Bern haben die Beschwerde nun gutgeheissen und die Sache zur Neubeurteilung ans Bundesamt für Kultur zurückgeschickt.

Laut dem Urteil fordert das Filmgesetz von einem Schweizerischen Film, dass er «soweit als möglich» mit künstlerischen und technischen Mitarbeitern aus der Schweiz hergestellt worden ist. Das erlaube aber nicht, für die schweizbezogene Mitarbeit eine strikte Quote von über 50 Prozent zu verlangen.

Abwägung im Einzelfall

Gefordert sei vielmehr eine Abwägung im Einzelfall. Zu fragen sei, ob und inwiefern es den Herstellern eines Films zumutbar gewesen sei, auf schweizbezogene Mitwirkende zurückzugreifen. Weil der Drehort frei sei, seien an den Einbezug der Schweizerischen Mitwirkenden dabei engere oder weitere Anforderungen zu stellen.

Der Entscheid aus Bern kann noch beim Bundesgericht angefochten werden. Beim Bundesamt für Kultur hat man noch nicht entschieden, ob man diesen Schritt machen wird, wie Laurent Steiert, Leiter der erfolgsabhängigen Filmförderung auf Anfrag der SDA mitteile.

In Kalifornien gedreht

Die Slapstick-Komödie «Love made easy», die im Herbst 2006 in die Schweizer Kinos kam, wurde hauptäschlich in Kalifornien gedreht. Der Grund war, dass Regisseur und Ko-Produzent Peter Luisi in der Schweiz nicht genug Subventionen auftreiben konnte und deshalb auf Kontakte aus seiner Zeit an der University of California-Santa Cruz zurückgreifen musste.

Trotz seiner durchaus witzigen Machart und der prominenten Besetzung mit Melanie Winiger, Ralph Gassmann, Martin Rapold und Oscarpreisträger Martin Landau machte der Film in der Schweiz nicht gross Kasse. Gemäss der Filmdatenbank von «Procinema» lockte er nur etwas mehr als 7000 Zuschauer in die Deutschschweizer Kinos.

SDA/phz

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