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«Wir leben noch immer in der Spätromantik»

Eigentlich dreht Dominik Graf Polizeifilme. Jetzt aber legt er einen Film über Friedrich Schillers Dreiecksbeziehung vor. «Die geliebten Schwestern» zeigt auch, wie Liebe über die Schrift funktioniert.

In Ihrem neuen Spielfilm «Die geliebten Schwestern» liebt Friedrich Schiller zwei Frauen. Wie ist Ihre Beziehung zu Schiller gewachsen? Leidvoll in der Deutschstunde wie bei vielen?

Unspektakulär. Ich habe die Balladen ­lesen müssen und den «Tell» und den «Don Carlos». Aber während meiner weniger autoritären Gymnasialzeit musste man nicht mehr 17 Strophen auswendig lernen. Als Leiden habe ich es nie empfunden, de facto war Schiller ja auch kein Schulautor. Er hatte ein kompliziertes, spannendes Leben, gejagt, am Anfang gehetzt, immer am Rand des Nervenzusammenbruchs und vor allem des totalen Bankrotts.

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