«Wolkenbruch» reist mit Netflix um die Welt

Der Streamingdienst hat die Schweizer Erfolgskomödie gekauft – und strahlt sie noch dieses Jahr weltweit aus.

Motti (Joel Basman) im Film «Wolkenbruch» von Michael Steiner. Foto: DCM

Motti (Joel Basman) im Film «Wolkenbruch» von Michael Steiner. Foto: DCM

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Es ist der erste Schweizer Spielfilm, der weltweit auf Netflix läuft. Und es hat schon seine Richtigkeit, dass es sich dabei um «Wolkenbruch» handelt, erzählt doch der Film von Michael Steiner und Autor Thomas Meyer von kleinen und grossen Welten und den Nöten, darin klarzukommen.

Wie aber verkauft man eigentlich einen Film an Netflix? Die Schweizer Produzenten Michael Steiger und Anita Wasser von Turnus Film geben Auskunft. «Das grösste Problem war, dass Netflix eigentlich keine Zeit hat, um Filme anzuschauen, weil dem Streamingdienst so viele Werke angeboten werden. Wir waren deshalb glücklich, dass der Erstkontakt über den ‹Wolkenbruch›-Filmverleih DCM stattgefunden hat, der bereits bei anderen Filmen mit Netflix zusammengearbeitet hat.» Die Verhandlungen zu «Wolkenbruch» haben gemäss Steiger dann aber doch neun Monate gedauert.

Die «Wolkenbruch»-Produzenten Anita Wasser und Michael Steiger. Foto: PD

Und wie ist das Ganze in finanzieller Hinsicht geregelt – gibt es Geld pro Stream? Steiger verneint: «Im jetzt abgeschlossenen Vertrag steht, dass Netflix eine fixe Summe in Raten über die Dauer von zwei Jahren bezahlen wird.» Wie viel konkret? «Das kann ich nicht sagen. Wir haben uns in einer Geheimhaltungsvereinbarung dazu verpflichtet.»

Überall – aber nicht in der Schweiz

Was er jedoch sagen könne, sei, dass Netflix den Film während zehn Jahren ausstrahlen darf – weltweit, aber noch nicht in der Schweiz. Warum nicht? «In der Schweiz haben wir Koproduktionsverträge, unter anderem mit SRF und Teleclub», sagt Steiger. Diese Verträge dürfe man nicht brechen. «Wolkenbruch» wird deshalb in der Schweiz erst ab 2021 auf Netflix laufen.

Erstellt: 20.06.2019, 16:54 Uhr

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