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Zurich Filmfestival: Viel mehr Zuschauer

Der griechisch-französische Regisseur Constantin Costa-Gavras hat zum Schluss des Zurich Film Festivals nochmals für Glanz und Glamour gesorgt.

Das 4. Zurich Film Festival ist am Wochenende mit dem erwarteten Besucherrekord zu Ende gegangen. Etwa 36'000 Personen sahen die 160 Filme. Die Organisatoren zogen eine positive Bilanz. Das Festival habe einen «ersten Schritt» hin zur angestrebten internationalen Anerkennung getan, sagte Co-Direktorin Nadja Schildknecht auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Erstmals hätten Medien aus Deutschland, Österreich und den USA über die Veranstaltung berichtet. Schildknecht betonte, dass sich bei diesem jungen Festival noch viel verbessern lässt: «Die Liste ist lang.» Unter anderem wollen die Veranstalter mehr Welt- und Europapremieren nach Zürich holen. Diesmal waren es zwei Weltpremieren, was für ein Festival mit dem Anspruch, international beachtet zu werden, als wenig gilt.

«Riesiger Fortschritt»

Einwände gegen die Programmgestaltung, wie sie in Medien geäussert worden waren, wies Co-Direktor Karl Spoerri entschieden zurück. Gerade hinsichtlich der Filmauswahl habe das Festival einen «riesigen Fortschritt» gemacht. Die Zahl der Besucher wuchs von 27'000 auf 36'000. Deutlicher noch nahm die Zahl der Filmvorführungen zu: von 69 auf 160 in elf Tagen. Für Schlagzeilen sorgten Glamour-Anlässe wie die Anwesenheit von Sylvester Stallone in Zürich. Der Star, der auch schon zum schlechtesten Schauspieler des 20. Jahrhunderts gekürt worden war, erhielt an der Limmat den Goldenen Icon-Award. Der griechisch-französische Regisseur Constantin Costa-Gavras, der den «A Tribute to»-Award für sein Lebenswerk erhielt, sorgte am Schlussabend für Star-Glanz.

«Tulpan» gewinnt Hauptpreis

Das «Goldene Auge» für den besten Spielfilm vergab die Jury unter US-Schauspieler Peter Fonda («Easy Rider») an «Tulpan». Das Debütwerk von Sergei Dvortsevoy erzählt die Geschichte des Matrosen Bulat, der in der kasachischen Steppe Schafhirt werden will.

«Tulpan» sei «ein herzerwärmender Film über die universelle Suche nach dem Glück ... in einer spektakulär kahlen und einsamen Umgebung», heisst es in der Begründung. Die multinationale Produktion mit Schweizer Beteiligung erhielt bereits zahlreiche Preise, unter anderem in Cannes. Zum besten Debut-Spielfilm in Zürich wurde am Samstag «Ein Augenblick, Freiheit» von Arash T. Riahi über Fluchtversuche aus Iran gewählt.

Dokfilm-Preis an «Blind Love»

Die Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm ging an «Blind Loves» des Slowaken Juraj Lehotsky. Der Film zeigt, wie blinde Partner Beziehungen und Liebe erleben. Der Regisseur konnte sich nicht nur über die Auszeichnung freuen, sondern fand auch gleich einen Verleiher für seinen Film, wie es im Communiqué heisst.

Die Dokumentarfilm-Jury wurde vom Schweizer Christian Frei geleitet. Den Publikumspreis erhielt «The World Is Big And Salvation Lurks Around The Corner» des Bulgaren Stephan Komandarev. Der «Variety»-Award des gleichnamigen Branchenblatts ging an «Moscow, Belgium» des Belgiers Christophe van Rompaey.

SDA/vin

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