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Der berühmteste aller Geigenlehrer

Zakhar Bron hat viele Stars unterrichtet, viele Jungtalente hoffen auf seinen Rat. Nun baut der Russe in Interlaken eine Akademie auf – und stellt seine Schützlinge in Zürich vor.

«Es ist alles immer Melodie!»: Geigenlehrer Zakhar Bron.
«Es ist alles immer Melodie!»: Geigenlehrer Zakhar Bron.

Das Wunschziel? «Carnegie Hall!» Dort würde sie gern einmal spielen, die 14-jährige Elea Nick aus Meilen ZH. Vorerst befindet sich ihre Bühne allerdings noch im Kunsthaus von Interlaken BE. Aber ihr Zuhörer ist einer, der schon viele seiner Schüler in die Carnegie Hall gebracht hat: Zakhar Bron.

Er tigert durch den Raum, während sie Pablo de Sarasates «Zigeunerweisen» spielt, dirigiert manchmal mit, schaut aus dem Fenster. «Sehr gut», nickt er am Ende und zählt auf, was besonders gut war: Präsenz, Kontrolle, Vibrato. Auch zwei, drei Probleme spricht er an. Und dann gehts los, mit dem zweiten Durchgang. Bron hat inzwischen ebenfalls seine Geige in der Hand, alle paar Noten unterbricht er seine Schülerin: Hier nicht so viel Bogen! Da fällt ein Ton aus der Linie, «es ist alles immer Melodie»! Und wie schafft man es, dass eine rasche Verzierung nicht hastig klingt? Bron führt vor, was er meint, übertreibt die Mängel, die er gehört hat, um plastisch zu machen, worum es geht. Die Schülerin und der Lehrer spielen durcheinander, miteinander, gegeneinander, irgendwann ist sie dort, wo er sie haben will, oder jedenfalls fast. Dann kommt die nächste Passage. Der nächste Stopp.

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