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«Die Jungen brauchen eine Perspektive»

Der Dirigent Claudio Abbado ist ein engagierter Kritiker der italienischen Kulturpolitik. Sein Motto: Nicht jammern, sondern handeln.

Kultur hat derzeit einen schweren Stand in Italien. Welchen Schwierigkeiten begegnen Sie konkret?Ich versuche, nicht die Schwierigkeiten zu sehen, sondern das, was man tun kann.

Was kann denn zum Beispiel das Teatro San Felice in Genua tun, das nach den neusten Budgetkürzungen den Betrieb zumindest vorübergehend einstellen musste?Weitermachen! Man darf auf keinen Fall schliessen. Ich hoffe sehr, dass die Leute in Genua aktiv werden – jene, die Geld haben, und jene, die Kunst machen. Wir planen mit dem Orchestra Mozart hier in Bologna Extrakonzerte, um das Teatro Comunale zu unterstützen, damit nicht dasselbe passiert wie in Genua. Und schauen Sie nach Deutschland: Auch dort wird gespart, aber in Berlin gibt es immer noch drei Opernhäuser. Man ist dort viel offener für die Kultur.

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