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Die Klassik entdeckt die Gleichberechtigung

Gestern ging das Lucerne Festival zu Ende. Es hat ein weiträumiges Echo ausgelöst – dank dem Frauenschwerpunkt.

Die litauische Dirigentin Mirga Gražinyte-Tyla gab dieses Jahr ein umjubeltes Debüt beim Lucerne Festival.
Die litauische Dirigentin Mirga Gražinyte-Tyla gab dieses Jahr ein umjubeltes Debüt beim Lucerne Festival.
Peter Fischli/Lucerne Festival

«PrimaDonna»: Das Motto des Lucerne Festival war dieses Jahr ein kulturpolitisches Signal – mit unübersehbaren Auswirkungen im Programm. Noch nie waren so viele Dirigentinnen an ein Festival eingeladen, nie wurden so viele Komponistinnen aufgeführt. Allerdings traf man sie vor allem in der Moderne-Reihe, im Late-Night-Konzert, am «Erlebnistag». Im glamourösen Kernbereich des Festivals dagegen dominierte auch dieses Jahr der «PrimoUomo»: Von den 29 Sinfoniekonzerten wurden nur gerade vier von Frauen dirigiert. Bei den dort aufgeführten Werken ist die Bilanz noch dürftiger; zwei stammten von Komponistinnen, die übrigen von 42 teilweise mehrfach vertretenen Komponisten.

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