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Die schmachtende Koloratursopranistin

Wer dieses Plakat in Zürich sieht, könnte meinen, es gehe um einen Erotikclub. Weit gefehlt.

Tritt an drei Tagen in der Zürcher Tonhalle auf: Anna Prohaska.
Tritt an drei Tagen in der Zürcher Tonhalle auf: Anna Prohaska.
Cédric Dürig

Kann sie auch singen, oder sieht sie nur gut aus? Diese Frage stellt sich unweigerlich, wer das Plakat sieht, mit dem die Tonhalle Zürich für die Sängerin Anna Prohaska wirbt. Die grossen Lippen leicht geöffnet, der Blick lasziv – in Übergrösse lockt die schöne Deutsche die Passanten in der Stadt Zürich an ihre drei Konzerte Mitte April. Werke von Mozart, Haydn und Schubert wird sie da singen, und das erst noch in der altehrwürdigen Tonhalle. Doch wer nur das Plakat sieht, könnte meinen, die deutsche Sängerin werbe für einen Erotikclub.

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