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Die Tricks der Mönche

Wie Klosterbrüder weltliche Musik in ihre Kirche schmuggelten, zeigt eine Ausstellung in Einsiedeln.

Dieses «Magnificat» war einmal eine Opernarie: Pater Anselm Schubiger hat die Arie «Contessa, perdono» aus Mozarts «Le nozze di Figaro» zur Kirchenmusik umgearbeitet.
Dieses «Magnificat» war einmal eine Opernarie: Pater Anselm Schubiger hat die Arie «Contessa, perdono» aus Mozarts «Le nozze di Figaro» zur Kirchenmusik umgearbeitet.
PD
Pater Anselm Schubiger (1815–1888) hat nicht nur Mozart-Arien bearbeitet, sondern auch selber komponiert – unter anderem eine «Missa pastorale für 20 Grad Kälte».
Pater Anselm Schubiger (1815–1888) hat nicht nur Mozart-Arien bearbeitet, sondern auch selber komponiert – unter anderem eine «Missa pastorale für 20 Grad Kälte».
PD
Johannes Brahms reiste einst extra nach Einsiedeln, um diese Frescobaldi-Toccata abzuschreiben.
Johannes Brahms reiste einst extra nach Einsiedeln, um diese Frescobaldi-Toccata abzuschreiben.
PD
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Man betritt das Einsiedler Museum «Fram» – und erschrickt erst mal. Da steht einer, in einer schwarzen Kutte, gleich hinter der Tür! Auf den zweiten Blick ist man erleichtert: Es ist ja nur eine Figur, die da in ein prächtiges Graduale schaut, genau wie man es in einer Ausstellung über eine klösterliche Musikbibliothek erwarten würde. Der dritte Blick irritiert dann wieder: Sieht er nicht ein bisschen allzu fesch aus, dieser Mönch? Pater Lukas Helg, der die Ausstellung kuratiert hat, grinst. Denn tatsächlich war dieser Pater Josef, wie er ihn nennt, einmal eine Schaufensterpuppe im Einsiedler Sportgeschäft Kälin, das kürzlich zuging.

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