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«Ein Rülpser in einer Arie kommt nicht gut an»

Der grosse Bariton Michael Volle debütiert im Zürcher Opernhaus als Nabucco. Sein Rezept: keine Allüren. Und keine Kohlensäure.

Susanne Kübler
«Arroganz ist mir ein Horror»: Michael Volle auf der Opernhaus-Probebühne. Foto: Dominique Meienberg
«Arroganz ist mir ein Horror»: Michael Volle auf der Opernhaus-Probebühne. Foto: Dominique Meienberg

«Ich bin Gott», singt Nabucco in Verdis Oper. Kennen Sie als Sänger dieses Gefühl von Grössenwahn?

Das fängt ja gut an! (lacht). Aber im Ernst: Wir sind immer gefährdet, natürlich. Denn wir machen ja etwas völlig Unnatürliches. Wir singen unnatürlich, wir bewegen uns unnatürlich, und wir müssen sehr exhibitionistisch sein. Die Leute bezahlen viel Geld, um uns zu hören, man bekommt ständig Bestätigung. Da kann es schon vorkommen, dass man seine Grenzen vergisst. Ich nehme mich da nicht aus.

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