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Ein Streifzug durch Schuberts Welt

Der englische Tenor Ian Bostridge hat Franz Schuberts 1827 komponierten Liederzyklus «Winterreise» unter die Lupe genommen – und damit auch Schuberts Leben, seine Themen, seine Zeit.

Ein Soldat spielt Schubert in Anton von Werners Bild «Im Etappenquartier von Paris». Foto: Google Art Project
Ein Soldat spielt Schubert in Anton von Werners Bild «Im Etappenquartier von Paris». Foto: Google Art Project

Nur rund zweieinhalb Minuten dauert das Lied «Die Post» aus Franz Schuberts «Winterreise». Aber was es dazu alles zu sagen gibt! Zum romantischen Motiv des Posthorns etwa; zur Bedeutung der Briefe in der Kultur des 19. Jahrhunderts; zur Postkutsche, die zu Schuberts Zeit noch als Repräsentantin der Moderne galt; zum Zeitgefühl jener Jahre; zum Kontrast zwischen der geschäftigen Welt und der Einsamkeit des Protagonisten in diesem Liederzyklus. Über all das und noch einiges mehr schreibt der englische Tenor Ian Bostridge in seinem Buch über die «Winterreise» im Kapitel zu diesem Lied. Und man hört «Die Post» anders danach. Differenzierter, respektvoller, bewusster. Mit einer neuen Bewunderung für Schubert – und für Bostridge.

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