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Eine Bubenstimme wird erwachsen

Der Zürcher Constantin Emanuel Zimmermann ist mitten im Stimmbruch, aber beim Singen bleibt er im Sopran. Nun hat er eine CD mit Ton Koopman herausgebracht.

Knabensopran als Attraktion: Constantin Emanuel Zimmermann singt «The Wanderer» von Joseph Haydn. Video: Susanne Kübler, Lea Blum

Jöööh! Ein gerührtes Raunen geht jeweils durch die Konzertsäle, wenn Knabensoprane auftreten. Diese Buben, die so rein singen und dazu oft schmucke Uniformen tragen, gehören zu den Attraktionen eines Konzertbetriebs, in dem das Herzige ansonsten keinen Platz hat.

Bei Constantin Emanuel Zimmermann ist die Jöööh-Phase allerdings vorbei. Er sei einer der «sehr seltenen Knabensoprane, auf die das Beiwort ‹niedlich› nicht mehr zutrifft, die aber musikalisch etwas zu sagen haben», schreibt Ton Koopman im Booklet zur gemeinsamen CD mit Schemelli-Liedern. 15 Jahre alt ist Constantin mittlerweile, hochgeschossen – und mitten im Stimmbruch. Man hört es, wenn er erzählt, wie er immer schon gesungen habe: in der Familie, Kanons vor dem Einschlafen; später bei den Luzerner und Zürcher Sängerknaben; mittlerweile als gefragter Solist.

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