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Eine Oper für die Berner Reitschule

Das neue Vierspartenhaus «Konzert Theater Bern» steht vor der ersten Saison. Direktor Stephan Märki will versuchen, «überall Spielstätten zu sehen» – so auch in der Reitschule.

Blick vom Schnürboden des Stadttheaters hinunter auf die Bühne. Den Blickwinkel will man in Zukunft erweitern, das Theater hinaus in die Stadt tragen.
Blick vom Schnürboden des Stadttheaters hinunter auf die Bühne. Den Blickwinkel will man in Zukunft erweitern, das Theater hinaus in die Stadt tragen.
Franziska Scheidegger

Das neue Vierspartenhaus Konzert Theater Bern steht vor seiner ersten Saison: Mit einem Theaterfest feiert das Team um Direktor Stephan Märki am 1. September seinen Einstand – und begibt sich anschliessend mit dem Publikum auf Erkundungstour.

«Wir wollen versuchen, überall Spielstätten zu sehen», sagte Märki am Freitag vor den Medien. Besonders pikant: Das Opernpublikum wird sich in der Reitschule wiederfinden, wo im April 2013 «Neither» von Morton Feldman als Schweizerische Erstaufführung gezeigt wird. Es dürfte sich um die erste Kooperation des Stadttheaters mit dem alternativen Kulturzentrum handeln, sagte Operndirektor Xavier Zuber. Die Zusammenarbeit soll später fortgesetzt werden.

Grenzen überschreiten

«Grenzen überschreiten», heisst denn auch Zubers Motto für den Neustart. Opern werden vermehrt auch in den Vidmarhallen gezeigt, wo bislang fast ausschliesslich Schauspiel-Stücke zu sehen waren. Umgekehrt zeigt die neue Schauspieldirektorin Iris Laufenberg mehrere Grossproduktionen im alten Haus am Kornhausplatz. Fast die Hälfte der Schauspiel-Premieren in ihrem ersten Programm sind Ur- oder Erstaufführungen. Das unlängst erschienene Buch «Ustrinkata» des Bündners Arno Camenisch findet in der Inszenierung von Maria Ursprung bereits diesen Dezember den Weg auf die Bühne.

Das Berner Symphonie Orchester (BSO) unter Chefdirigent Mario Venzago bespielt unter anderem den Bundesplatz. Für Juni 2013 ist erstmals eine «Nacht der Musik» geplant. Ballettdirektorin Cathy Marston, die das Haus Ende der kommenden Spielzeit wegen künstlerischer Differenzen mit der neuen Leitung verlässt, präsentierte am Freitag ihr letztes Programm. Für Aufsehen sorgen dürfte insbesondere «Hexenhatz», eine neues Handlungsballett Marstons über die «letzte Hexe» Anna Göldi.

SDA/rym

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