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Klassiker der Woche: Der Honda-Chor

Dieser Chor singt nicht Bruckner oder Bach – sondern Scheibenwischer oder Beschleunigung.

Sie singen in der Tiefgarage – und klingen wie auf einer Autobahn. (Video: Youtube)

Es war eine jener Autowerbungen, die auch bei strammen Befürwortern des öffentlichen Verkehrs gut ankamen. Sie lancierte einen neuen Honda Civic, neun Jahre ist es her – und sie lancierte gleichzeitig eine neue Chorkunst: nämlich die des Autogesangs.

Die Imitation von Geräuschen durch Stimmen ist ja nicht neu, schon in der Renaissance gab es vokale Imitationen von Marktgeschrei und Schlachtenlärm. Und seit Jahrzehnten gibt es Orchester und Rockbands, in denen die Stimmen alle Instrumente ersetzen. Aber dass man sich so konsequent und realistisch in den Dienst der Technik stellte, das war neu. Unter der Leitung von Steve Sidwell liessen die Sängerinnen und Sänger Scheibenwischer raspeln, Regentropfen tröpfeln, Reifen quietschen, Motoren aufdrehen. Und alles nur mit den Stimmbändern, Lippen und ein bisschen mechanischer Unterstützung durch die auf den Zähnen klöpfelnden Fingerspitzen.

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