Zum Hauptinhalt springen

Klassiker der Woche: Der Klang der Freundschaft

Es war ein Schock, als die Pianistin Mihaela Ursuleasa mit nur 33 Jahren starb. Auch für die Cellistin Sol Gabetta, die sich in einer TV-Sendung an ihre Freundin erinnerte.

Aus ganz unterschiedlichen Weltregionen waren sie gekommen, um den mitteleuropäischen Klassikbetrieb durchzuschütteln: Sol Gabetta, die argentinische Cellistin, und Mihaela Ursuleasa, die rumänische Pianistin. Wenn sie im Trio spielten, war als Dritte im Bunde oft die moldauische Geigerin Patricia Kopatchinskaja dabei, die Ähnliches mitbrachte wie die anderen beiden: eine überbordende Energie. Eine packende Bühnenpräsenz. Und ein Talent, das locker für drei gereicht hätte.

Am 2. August 2012 starb Mihaela Ursuleasa ganz plötzlich, und das war nicht nur deshalb ein Schock, weil sie erst 33 Jahre alt war und eine 6-jährige Tochter hinterliess. Sondern weil gerade sie so unendlich vital gewirkt hatte – hinter dem Flügel, aber auch im Gespräch. Sie war auf erfrischende Art unkonventionell, und ihr zuweilen durchaus rabiater Zugriff auf die Werke täuschte nicht darüber hinweg, wie sensibel sie als Musikerin war, wie genau sie wusste, was sie tat und warum. Man hört es, wenn sie mit Sol Gabetta zusammenspielt, beim letzten gemeinsamen Auftritt wenige Wochen vor Ursuleasas Tod.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.