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Klassiker der Woche: Von wegen Witz!

Die Bratsche wurde kürzlich zum «Instrument des Jahres» erkoren. Wer Tabea Zimmermann zuhört, weiss warum.

Wenigstens ein Stück hat Robert Schumann für Bratsche geschrieben, die «Märchenbilder» op. 113. Und märchen- und bildhaft klingt diese Musik, wenn Tabea Zimmermann sie spielt, mit ihrem dunklen, unaufgeregten Ton und jener Präzision und Klarheit, die paradoxerweise direkt ins Geheimnis hineinführt. Hier wird nicht geraunt, sondern erzählt, nicht verschleiert, sondern gestaltet – und wie!

Schon als Dreijährige hat die mittlerweile 47-jährige Deutsche eine Bratsche bekommen, «weil dieses Instrument noch gefehlt hat in der Familie», wie sie einmal gesagt hat. Aber der Zufall wurde zum Glücksfall, Tabea Zimmermann hat sich schon früh zur Weltspitze vorgespielt, auch wenn ihr die Karriere stets weniger wichtig war als die Musik selbst. Sie tritt auch abseits der grossen Zentren auf, wenn die Kollegen und die Werke stimmen; die Konzerte mit ihrem (hochkarätig besetzten) Arcanto Quartett nehmen in ihrem Kalender fast mehr Raum ein als die Soloprogramme.

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