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Virtuos wie ein Salto – aber ohne mortale

Die Zürcher Inszenierung von Verdis «Un ballo in maschera» nimmt das Libretto beim Wort: Aus der Tragödie wird eine Komödie.

Facettenreich wie ein Spiegelkabinett und wohlig-gruselig wie Halloween: Die Zürcher Inszenierung von David Pountney.
Facettenreich wie ein Spiegelkabinett und wohlig-gruselig wie Halloween: Die Zürcher Inszenierung von David Pountney.
Doris Fanconi

In «Rigoletto» gibt es einen, «Aida» schlägt mit zweien zu Buche, genauso «Othello», und der «Trovatore» hält den Rekord gleich mit einer Handvoll: Bühnenmorde in Giuseppe Verdis Opern. Da wird erdolcht, erdrosselt und ermordet, dass dagegen so mancher Krimi ein-packen kann. Als gäbe es ein ungeschriebenes Gesetz, wonach man die haarsträubende Handlung in Kauf nehmen muss, wenn man Verdis Musik hören will. Der «Ballo in maschera» hält sich mit einem Mord im soliden hinteren Mittelfeld – auch hier ist das Böse keine böse Überraschung.

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