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Wagner-Konzert in Israel endgültig abgesagt

Nach heftigen Protesten von Holocaust-Überlebenden wurde das geplante Konzert mit Werken des deutschen Komponisten Richard Wagner endgültig abgesagt.

Wird in Israel weiterhin nicht gespielt: Komponist Richard Wagner.
Wird in Israel weiterhin nicht gespielt: Komponist Richard Wagner.
Keystone

Der Kartenvertrieb Bimot informierte am Montag telefonisch Ticketinhaber davon. Das Konzert hätte einen 1938 ausgesprochenen Boykott von Wagners Werken beenden sollen. Angesichts heftiger Proteste von Holocaust-Überlebenden hatten erst die Universität Tel Aviv und dann auch das Hilton-Hotel in Tel Aviv die Aufführung abgesagt.

Der Veranstalter Jonathan Livny hatte bis zuletzt versucht, einen Ersatzort für das historische Konzert zu finden. Der Vorsitzende der israelischen Wagner-Gesellschaft hatte mit Hilfe privater Spenden ein Orchester von etwa 100 israelischen Musikern eigens für das Konzert zusammengestellt. Unter der Leitung des israelischen Dirigenten Asher Fisch sollten sie Werken des deutschen Komponisten Richard Wagner erstmals einen ganzen Konzertabend widmen.

Bis heute leisten viele Menschen in Israel Widerstand gegen die öffentliche Aufführung von Wagners Werken. Der Grund dafür sind Wagners antisemitische Positionen und seine grosse Beliebtheit während des NS-Regimes. Bei dem ursprünglich für den 18. Juni angekündigten Konzert sollten die Ouvertüren von «Tannhäuser» und den «Meistersingern», der Liebestod aus «Tristan und Isolde», der Walkürenritt aus dem «Ring des Nibelungen» sowie Siegfrieds Trauermarsch aus der «Götterdämmerung» gespielt werden.

SDA/lmm

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