Zum Hauptinhalt springen

«Wenn er sich verbeugte, dann nie vom Podium aus»

Michael Haefliger, Leiter des Lucerne Festival, über seine Zusammenarbeit mit Claudio Abbado – und wie es nach dessen Tod mit dem Lucerne Festival weitergeht.

War ein häufiger Gast in Luzern: Abbado 1991 an den damaligen Internationalen Musikfestwochen Luzern im Kunsthaus. (31. August 1991)
War ein häufiger Gast in Luzern: Abbado 1991 an den damaligen Internationalen Musikfestwochen Luzern im Kunsthaus. (31. August 1991)
Keystone
Auch an der Eröffnung des Konzertsaals im neuen KKL war Abbado dabei: Hier bei einer Probe. (17. August 1998)
Auch an der Eröffnung des Konzertsaals im neuen KKL war Abbado dabei: Hier bei einer Probe. (17. August 1998)
Sigi Tischler, Keystone
Abbado war langjähriger Dirigent der Berliner Philharmoniker: 2002 ging er mit ihnen auf Abschiedstournee, hier im Theater Massimo in Palermo.  (1. Mai 2002)
Abbado war langjähriger Dirigent der Berliner Philharmoniker: 2002 ging er mit ihnen auf Abschiedstournee, hier im Theater Massimo in Palermo. (1. Mai 2002)
Michele Naccari/Ansa
1 / 4

Herr Haefliger, Sie haben viele Jahre mit Claudio Abbado zusammengearbeitet. Was bedeutet sein Tod für Sie persönlich? Es ist schwer, die Beziehung zu Claudio Abbado mit Worten zu erklären. Denn wir haben nicht viele Worte gemacht. Natürlich, wir haben uns oft gesehen, Projekte zusammen entwickelt, zusammen gegessen. Aber er war nicht sehr redselig. Mit ihm gab es viele ruhige, sehr spezielle Momente, sehr schöne Momente. Er hat mich sehr beeindruckt durch seine Noblesse, seine elegante, unprätentiöse Art des Künstlerseins; er mochte den Starkult nicht. Ich weiss, dass ihm sein Garten in Sardinien wichtig war, er war sehr eng mit seinen Pflanzen. Aber geredet hat er darüber eigentlich nicht.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.