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«Wir werden immer toter!»

So kennt man Patricia Kopatchinskaja: energisch, leidenschaftlich, als Kämpferin gegen Schablonen im Klassikbetrieb. Aber im einfühlsamen Porträtfilm von Béla Batthyany kann man eine Überraschung erleben.

Ohne «Bewegung» kann sie nicht sein, aber in Bern hat sie ihre neue Heimat gefunden: Patricia Kopatchinskaja.
Ohne «Bewegung» kann sie nicht sein, aber in Bern hat sie ihre neue Heimat gefunden: Patricia Kopatchinskaja.
Marco Borggreve (zvg)

Bei Nacht gleichen sich die Städte. Möglich, dass auch Patricia Kopatchinskaja nicht immer weiss, wo sie gerade ist. Lärm, farbige Lichter, Verkehr. Von fern das schrille Tütatü des Andreashorns.

So beginnt Béla Batthyanys Porträt. Ungewöhnlich für einen Film über eine klassische Musikerin; so ein Einstieg würde jedem Thriller gut anstehen. Im Zentrum steht eine Musikerin, hinter deren Person und Spiel es einiges mehr zu entdecken gibt als das, was man bereits kennt. Man kennt sie als unkonventionelle, phänomenale Geigerin. Als eine, die immer barfuss spielt und ihre Wurzeln in der Volksmusik hat. Eine, die in Wien studierte (und später in Bern), nachdem sich ihre Eltern aus Angst vor den wachsenden Unruhen in Moldau entschieden zu emigrieren. Sie kamen nach Wien, zu viert, mit Hund, drei Koffern und ohne Geld. «Ich kenne dich, ich habe dich spielen gehört», lautet der Titel des Films, den der Zürcher Dokumentarfilmer für die Sendung «Stars» des Schweizer Fernsehens gedreht hat.

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