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«Wohin mit den Dokumenten?»

Wagner versus Wagner: In der Debatte um die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des Grünen Hügels attackiert Nike Wagner Festspielleiterin Katharina Wagner.

Attackiert ihre Cousine: Nike Wagner.
Attackiert ihre Cousine: Nike Wagner.
Keystone

Sie wirft ihrer Cousine «Verschleppungstaktik» bei der Öffnung der Archive von deren Vater Wolfgang Wagner vor. «Seit 2008 verspricht Katharina die Öffnung.» Aber passiert sei nichts. Die 67-jährige Nike ist die Tochter von Wolfgangs Bruder Wieland, der auch Festspielleiter war.

Über die Verschleppung hat sich auch der Historiker Hannes Heer beschwert: Bei der Eröffnung seiner Ausstellung «Verstummte Stimmen» in Bayreuth hat er gesagt, er habe keinen Zugang zum Wolfgang-Wagner-Archiv bekommen. Verschlossen ist bisher das Material, das die Mutter von Wolfgang und Wieland, die mit Hitler befreundete Winifred Wagner, ihrer Enkelin Amélie Hohmann, geborene Lafferentz, überlassen hatte.

Vergebliche Aufforderung

«Amélie Hohmann muss das Archivmaterial endlich zugänglich machen», forderte Nike Wagner. Es gehöre nicht ihr, sondern der Erbengemeinschaft. Katharina Wagner teilt diese Ansicht, wie «Bild am Sonntag» berichtet. Seit 2011 habe ein Anwalt im Auftrag der Erbengemeinschaft Wagner Hohmann mehrfach aufgefordert, die Unterlagen zugänglich zu machen – vergeblich. Nike Wagner sprach sich dafür aus, den Schrank mit den Unterlagen gemeinsam zu öffnen. Nicht-Familienmitglieder sollten dabei sein, sagte sie. Danach aber gebe es das Problem: «Wohin mit den Dokumenten?» Dazu gebe es in der Familie «verschiedene Standpunkte».

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