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Was hat das Provisorium zu bieten?

Die erste Tonhalle-Saison im Maag-Areal bringt einige Neuerungen.

Susanne Kübler
Die Maag Halle, in welche die Tonhalle im September einziehen wird.
Die Maag Halle, in welche die Tonhalle im September einziehen wird.

Plastikplanen auf dem Boden, Farbgeruch in der Luft, kein Kronleuchter weit und breit: Die Pressekonferenz zur Tonhalle-Saison 2017/18 fand im Maag-Areal statt, das derzeit noch eine Baustelle ist. Aber die Arbeiten gehen voran, pünktlich zur Saisoneröffnung am 27. September wird alles fertig und akustisch ausgetestet sein.

Drei Jahre lang wird die Musik dann hier spielen, bevor man 2020 wieder in den restaurierten Stammsaal zurückzieht. Diese Zeit will man gut nutzen: Das betonten Intendantin Ilona Schmiel, Chefdirigent Lionel Bringuier und Orchestervertreter Kaspar Zimmermann im Unisono. Einerseits hat man sich bemüht, vertraute Namen und Strukturen mitzunehmen; bereits jetzt haben zwei Drittel der Abonnenten ihre Abos erneuert, und sie werden im Maag-Saal auf ihren gewohnten Plätzen sitzen. Andererseits hat man sich Neuerungen ausgedacht: Abos für Einsteiger oder für visuell interessierte Musikliebhaber etwa, oder ein Kombi-Abo mit dem Jazzclub Moods. Auch sonst sucht man den Kontakt zu den neuen Nachbarn: Es wird Anlässe geben in der Galerie Presenhuber gleich nebenan, in der ZHdK und in der Johannes-Kirche beim Limmatplatz.

Auf den Creative Chair setzt sich 2017/18 der australische Komponist, Bratschist und Dirigent Brett Dean, dessen Bratschenkonzert bei der grossen Eröffnung – natürlich – mit Beethovens 9. Sinfonie kombiniert wird. Einen Artist in residence gibt es diesmal nicht, dafür werden viele bisherige wieder auftauchen (Yuja Wang, Lisa Batiashvili, Julia Fischer, Christian Tetzlaff und Frank Peter Zimmermann). Chefdirigent Lionel Bringuier wird in seiner letzten Zürcher Saison auch eine Europatournee leiten, die unter anderem in die Hamburger Elbphilharmonie führt.

2018 gilt es dann auch noch das 150-jährige Jubiläum der Tonhalle-Gesellschaft zu feiern: Werke aus dem Jahr 1868 werden da zu hören sein, illustre Gäste reisen an (darunter Simon Rattle mit dem London Symphony Orchestra), ein neu gegründetes Publikumsorchester wird seinen ersten Auftritt haben. Und das Künstlerduo Igudesman & Joo wird die vergangenen 150 Jahre mit einem „Clash of Soloists“ auf etwas andere Art Revue passieren lassen.

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