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736-stündige Kunstperformance endet im Chaos

Das New Yorker Publikum schien von Marina Abramovics Ausstellung im Moma überfordert: Nackte Performer wurden begrabscht, eine Frau strippte selbst, ein Dritter erbrach sich ins Museum.

In der Installation «Imponderabilia» vom Marina Abramovic stehen zwei nackte Personen in einem Durchgang. (Aus der Abramovic-Retrospektive im Museum of Modern Art in New York, 2012).
In der Installation «Imponderabilia» vom Marina Abramovic stehen zwei nackte Personen in einem Durchgang. (Aus der Abramovic-Retrospektive im Museum of Modern Art in New York, 2012).
Keystone
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Zwölf Wochen lang, genauer 736 Stunden und dreissig Minuten sass die Performance-Künstlerin Marina Abramovic im New Yorker Museum of Modern Art bewegungslos auf einem Stuhl und starrte ruhig in die Augen eines jeden, der sich ihr gegenüber setzte. «Wo ist die Grenze zwischen Performance und Zuschauer zu ziehen?» so lautete die zentrale Frage des Werks. Im Verlaufe der zwölf Wochen pilgerten nicht nur ganz gewöhnliche Leute ins Museum, um beim Blick in Abramovics Augen genau das herauszufinden, sondern auch Stars wie Björk, Marisa Tomei, Rufus Wainwright, Sharon Stone und andere. Einige, so wird vermeldet, seien dabei in Tränen ausgebrochen.

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