Der «Gekreuzigte Frosch» trotzt dem Papst

Sogar der Papst hat gegen die Skulptur protestiert. Dennoch bleibt das Werk des deutschen Künstlers Martin Kippenberger im Bozener Museum für Moderne Kunst.

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Dies habe der Stiftungsrat des Museums bei einer Abstimmung entschieden, berichtet die Zeitung «Il Messaggero».

Am Donnerstag wurde bekannt, dass Benedikt XVI. an den Präsidenten des Regionalrates von Südtirol, Franz Pahl, einen Protestbrief geschrieben hatte. Darin beklagte er sich, das Werk verletze die religiösen Gefühle vieler Menschen. Pahl war aus Protest gegen das Kunstwerk bereits in den Hungerstreik getreten. Auch Kulturminister Sandro Bondi verurteilte die Ausstellung von Kippenbergers Frosch.

«Hat nichts mit Religion zu tun»

Das Museum argumentiert hingegen, die 1990 entstandene Skulptur mit dem Namen «Zuerst die Füsse» spiegele den damaligen Gemütszustand des Künstlers wider und habe nichts mit Religion zu tun. Der 1997 gestorbene Kippenberger hatte damals gerade einen Alkohol- und Drogenentzug hinter sich gebracht.

Der ans Kreuz genagelte, giftgrüne Frosch ist mit heraushängender Zunge, Ei und Bierkrug in den Händen dargestellt. (rb/sda)

Erstellt: 29.08.2008, 15:49 Uhr

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