Dieses Gurlitt-Bild soll Raubkunst sein

In der Sammlung des verstorbenen Cornelius Gurlitt wurde ein zweites Bild als NS-Raubkunst identifiziert. Es handelt sich um eines der Hauptwerke.

Im Zweiten Weltkrieg entwendet: «Zwei Reiter am Strand» von Max Liebermann. (Quelle: Wikipedia)

Im Zweiten Weltkrieg entwendet: «Zwei Reiter am Strand» von Max Liebermann. (Quelle: Wikipedia)

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Ein Hauptwerk aus der Sammlung des jüngst verstorbenen Cornelius Gurlitt, «Zwei Reiter am Strand», ist von der eingesetzten Expertengruppe «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit» als NS-Raubkunst identifiziert worden. Das soll der Sprecher der Taskforce dem österreichischen «Kurier» bestätigt haben.

Es ist erst die zweite derartige Bestätigung, die erste betraf das Matisse-Werk «Sitzende Frau» (1921). Wegen «Zwei Reiter am Strand» hat ein New Yorker Deutschland und Bayern verklagt. Der 88 Jahre alte Anwalt David Toren beansprucht das Bild von Max Liebermann, weil es die Nazis seiner Familie geraubt hätten.

Wie der Taskforce-Sprecher gegenüber dem «Kurier» betonte, ist das Expertengutachten noch keine offizielle Empfehlung zu einer Rückgabe des Bildes. Über eine Restitution hat der Eigentümer zu entscheiden. (mrs/sda)

Erstellt: 19.08.2014, 08:21 Uhr

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