Fondation Beyeler plant Erweiterung

Die Fondation Beyeler in Riehen plant auf einem angrenzenden Grundstück einen Erweiterungsbau sowie einen Park.

Foto: Járai Andrásné

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Eigentlich hat man den grossen Trubel erst nächste Woche erwartet. Am Sonntag, dem 8. Februar, öffnet die Fondation Beyeler die Tore zu ihrem bisher ambitioniertesten Ausstellungsprojekt, einer Retrospektive von Paul Gauguin. Nun aber schaut bereits jetzt alles nach Riehen: Wie gestern überraschend bekannt wurde, plant das bestbesuchte Kunstmuseum der Schweiz (2014: 350'000 Eintritte), weiter zu wachsen.

Der Kaufrechtsvertrag für das an die Fondation grenzende Grundstück, den 9500 m2 grossen, bisher privaten Iselin-Weber-Park, wurde bereits am Dienstag unterzeichnet – und dies, wie es in der Mitteilung der Fondation hiess, erst noch zu «günstigen Konditionen». Die seien allerdings an folgende Bedingungen geknüpft: Erstens müsse der Park erhalten, zweitens ein zusätzlicher Museumsbau bewilligt werden. Wann die jetzigen Liegenschaften diesem Gebäude werden weichen müssen, ist ebenso wenig bekannt wie dessen Erbauer. Klar ist lediglich, dass nur die architektonische Crème de la Crème den Beyeler-Mutterbau von Renzo Piano ergänzen dürfte.

Stetig wachsende Sammlung

Der Neubau, der «wesentlich kleiner» als das Hauptgebäude ausfallen soll, wird Platz für ein – bisher fehlendes – Auditorium sowie für die durch Schenkungen und Dauerleihgaben stetig wachsende Sammlung bieten. Und: Er soll komplett privat finanziert werden. Von den geschätzten 80 Millionen Franken, mit denen Landerwerb, Neubau und ­Unterhalt während der ersten Dekade zu Buche schlagen, sind 50 Millionen ­bereits zugesichert: von Stephan Schmidheinys Daros Collection, die seit 2010 Partnerin der Fondation ist, sowie von Unternehmer Hansjörg Wyss, der auch Präsident der Beyeler-Stiftung ist.

Damit setzt Ernst Beyeler auf seine Vision von einem Ort für Kunst, Natur und Erholung posthum noch eins drauf. Und Riehen muss sich wohl auf Baulärm und noch mehr Besucher einstellen.

Erstellt: 29.01.2015, 18:36 Uhr

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