Hier guckt Sie eine Spinne an

Am Foto-Wettbewerb Nikon Small World wird Mikrofotografie ausgezeichnet. Die Bilder, oft von extrem teurem Equipment aufgenommen, sind von berauschender Schönheit.

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Kunst und Wissenschaft sind nicht gerade wesensverwandt. Hier Intuition, dort Präzision. Doch in der Disziplin der Mikrofotografie vermischen sich die beiden Formen mitsamt ihren Tugenden: Fotos, die durch ein Lichtmikroskop gemacht wurden und die zeigen, was normalerweise verborgen bleibt – die Faszination des Winzigen.

Die spektakulärsten Bilder werden jährlich am Nikon-Small-World-Wettbewerb ausgezeichnet. Dieses Jahr ging der Preis an einen Computerprogrammierer, der ein Rädertierchen in Nahaufnahme zeigt; ein eindrücklicher Beweis für die Schönheit der mikroskopischen Welt, wo sich Farben und Formen zu einem mysteriösen Ganzen vermischen.

Viele Aufnahmen stammen aus der Tierwelt oder zeigen Mikroorganismen. Thematisch ist der Wettbewerb allerdings nicht eingegrenzt. An Mikroskop-Techniken ist alles erlaubt, was die heutige Optik zu bieten hat. Mitmachen kann jeder, allerdings handelt es sich bei vielen Geräten um hochspezialisierte Mikroskope, die unter Umständen bis zu mehrere Hunderttausend Franken kosten können und deshalb nur von Forschungseinrichtungen betrieben werden. Die restlichen Anforderungen sind wie in der herkömmlichen Fotografie: Erfahrung, Können und das Quäntchen Glück, im richtigen Moment abzudrücken.

In der Bildstrecke sehen Sie die besten Bilder des diesjährigen Wettbewerbs. (phz)

(Erstellt: 03.11.2014, 11:26 Uhr)

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