Unbekannter ersteigert Hitler-Aquarell für 130'000 Euro

Selbst die Auktionatoren waren überrascht über die hohe Summe, die ein von Adolf Hitler gemaltes Bild erzielte. Sie vermuten, dass der Käufer aus dem Nahen Osten stammt.

Zwölf Interessenten boten mit: Das Bild «Standesamt München» mit der Originalrechnung sowie einer Notiz von Albert Bormann, dem Leiter von Hitlers Privatkanzlei. (19. November 2014)

Zwölf Interessenten boten mit: Das Bild «Standesamt München» mit der Originalrechnung sowie einer Notiz von Albert Bormann, dem Leiter von Hitlers Privatkanzlei. (19. November 2014) Bild: Michael Probst/Keystone

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Ein von Adolf Hitler gemaltes Aquarell ist in der deutschen Stadt Nürnberg für 130'000 Euro versteigert worden. Ein anonymer Käufer habe das 28 mal 22 Zentimeter grosse Bild mit dem Titel «Standesamt München» erworben, sagte Kathrin Weidler vom Auktionshaus Weidler.

«Wir hatten viel erwartet, aber nicht diesen Betrag», sagte Weidler. Der hohe Preis hänge wohl mit der vorhandenen Originalrechnung von 1916 zusammen. Das Bild gehe vermutlich in den Nahen Osten, sagte Weidler. Insgesamt zwölf Interessenten hätten bei der Versteigerung mitgeboten, zwei davon seien persönlich anwesend gewesen.

Grossvater hatte das Bild gekauft

Zwei etwa 70 Jahre alte Schwestern aus Hessen hatten das Werk in die Versteigerung gegeben. Der Grossvater der Geschwister hatte das Bild im Jahr 1916 in einer Münchner Galerie gekauft. Die Originalrechnung war noch dabei sowie eine Notiz von Albert Bormann, dem Leiter von Hitlers Privatkanzlei, wonach das Bild wahrscheinlich echt sei.

Versteigerungen von Hitler-Gemälden finden immer wieder statt. Es gibt dafür Sammler im In- und Ausland. Der Handel ist in Deutschland nur verboten, wenn NS-Symbole wie etwa Hakenkreuze darauf zu sehen sind. (thu/sda)

Erstellt: 22.11.2014, 18:05 Uhr

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