Banksy eröffnet Galerie in London – doch niemand darf rein

Der britische Street-Art-Künstler hat erstmals ein eigenes Geschäft eröffnet. Interessierte können die Werke jedoch nicht besichtigen. Hintergrund ist ein juristischer Trick.

Das Geschäft mit Namen «Gross Domestic Produt» entstand quasi über Nacht. Foto: Getty Images/Peter Summers

Das Geschäft mit Namen «Gross Domestic Produt» entstand quasi über Nacht. Foto: Getty Images/Peter Summers

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Objekte können demnach ausschliesslich übers Internet erstanden werden, wie der britische Street-Art-Künstler Banksy mitteilte. Der Erlös solle an eine Flüchtlingsorganisation gehen, deren Rettungsschiff von den italienischen Behörden festgesetzt worden sei.

Bereits nach der Eröffnung am Montag drängten sich Kunstfans vor dem Geschäft in London. In der Galerie stehen unter anderem ein von Überwachungskameras umgebenes Kinderbett und bedruckte Kissen zum Verkauf.

Der «unpoetischste Grund aller Zeiten, Kunst zu machen»

Hintergrund der Neueröffnung ist laut Banksy der Versuch eines Herstellers von Glückwunschkarten, der unter dem Namen des Künstlers seine Produkte zu verkaufen will. Rechtsexperten zufolge nutzt Banksy seine «Marke» bislang nicht, um seine Werke zu verkaufen; deshalb könne sie auf andere übertragen werden und deshalb wurde dem britischen Künstler geraten, selbst ein Geschäft zu eröffnen.

Der Streetart-Künstler, der seine Identität geheim hält, ist mit der Situation offenbar nicht besonders glücklich. Der Rechtsstreit sei der wohl «unpoetischste Grund aller Zeiten, Kunst zu machen», erklärte er. (step/sda)

Erstellt: 02.10.2019, 19:11 Uhr

Artikel zum Thema

Hat sich Banksy an die Biennale geschlichen?

Die Hinweise verdichten sich, dass der britische Streetart-Künstler Banksy die Biennale in Venedig besucht hat und keiner hats bemerkt. Mehr...

Geschreddertes Banksy-Bild kommt ins Museum

Video Das Bild «Girl with Balloon» wurde weltberühmt, weil es bei einer Auktion zerstört wurde. Mehr...

War Banksy in Zürich?

Ein neues Wandbild an der Zürcher Photobastei könnte vom mysteriösen Street-Art-Künstler Banksy stammen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Die Kunst des Überlebens: In der Royal Academy of Arts in London schwimmen 50 Ohrenquallen als Teil einer Kunstinstallation in ihrem Aquarium. Die Meerestiere sind einige der wenigen, die vom Klimawandel profitieren. (20. November 2019)
(Bild: Hollie Adams/Getty Images) Mehr...