«Beim Proben hats jedes Mal funktioniert»

Der Künstler Banksy zeigt in einem Video, wie er den Schreddermechanismus in sein Kunstwerk eingebaut hat. Er wollte sein Werk eigentlich ganz zerstören.

Übrig blieben Fetzen – ein Bild von Banksy zerstört sich selbst. (Video: Sotheby's/Banksy)

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Street-Art-Künstler Banksy wollte sein während einer Auktion in London teilweise zerstörtes Kunstwerk eigentlich vollständig schreddern. Das erklärte er auf seiner Webseite.

In einem am Mittwoch auf seiner Homepage veröffentlichten Video zeigte er nicht nur, wie der Schreddermechanismus installiert wurde. Sondern er dokumentierte auch die Versteigerung im Auktionshaus Sotheby's und die teilweise Zerstörung des Werks, nachdem der Auktionator den Zuschlag erteilt hatte. Am Schluss des Videos ist auf einer Tafel zu lesen: «Bei Proben funktionierte es jedes Mal ...». Dann ist eine Sequenz zu sehen, in der eine Kopie des Bildes durch den im Rahmen verborgenen Schredder tatsächlich ganz zerschnitten wurde.

Das berühmte Bild «Girl with a Balloon» war vor knapp zwei Wochen für umgerechnet rund 1,5 Millionen Franken verkauft worden. Kurz nachdem der Hammer fiel, war es zum Erstaunen der Teilnehmer durch einen im Rahmen verborgenen Schredder gelaufen, übrig blieb nur der obere Teil des Bildes, der Rest hing in Streifen herunter. Banksy, dessen wahre Identität bisher gänzlich unbekannt ist, stellte die Aktion später auf seinem Instagram-Account im Internet als von langer Hand geplante Kritik am Kunstmark dar.

Er wollte sein Kunstwerk vollständig schreddern: Künstler Banksy zeigt Aufnahmen vom Einbau der Schredderanlage. (Video: Youtube/Banksyfilm)

Spektakuläre Werke

Bei dem geschredderten Bild handelt es sich um eines der berühmtesten Banksy-Motive, ein Mädchen, das den Arm nach einem davonfliegenden Luftballon in Herzform ausstreckt. Das Motiv erschien zuerst als Wandgemälde in London. Das nun zerstörte Bild, auf Leinwand gesprüht, stammt aus dem Jahr 2006. Der aus Bristol stammende Banksy ist bekannt für seine gesellschaftskritischen Werke. Im Jahr 2015 machte er Furore mit einer Installation mit dem Titel «Dismaland», einem gruseligen Anti-Freizeitpark an der englischen Küste.

Das Auktionshaus teilte mit, die Käuferin sei eine «europäische Sammlerin und langjährige Kundin von Sotheby's» nehme es auch zerschreddert an. Dies sei das «erste Kunstwerk der Geschichte, das während einer Auktion live entstanden» sei. (chk/sda)

Erstellt: 18.10.2018, 05:27 Uhr

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