Zum Hauptinhalt springen

Biennale von Venedig eröffnet

Unter dem Motto «ILLUMInazione-ILLUMInations» ist in Venedig die 54. Kunstbiennale für das Publikum eröffnet worden. Der deutsche Pavillon wurde mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Christoph Schlingensief war mit der Gestaltung des deutschen Pavillons beauftragt worden, starb aber im August 2010 an Krebs. Nun widmete ihm die Kuratorin Susanne Gaensheimer einen Kirchenraum, der das Publikum – ganz im Sinne des Künstlers – provozieren soll.

«Die Kunstbiennale Venedig würdigt mit der Verleihung des Goldenen Löwen an den deutschen Pavillon das Werk des Ausnahmekünstlers Christoph Schlingensief, dessen Verlust wir schmerzhaft spüren und dessen Werk noch lange prägend sein wird», gratulierte Staatsministerin Cornelia Pieper dem Team des Pavillons.

83 Künstler stellen aus

Für knapp sechs Monate sind am Canal Grande die Werke von 83 Künstlern aus aller Welt zu sehen. Daneben bieten 89 Länder-Pavillons – mehr als je zuvor – ihre nationalen Interpretationen der Wirklichkeit. Orte der Gegenwartskunst sind die riesigen Werkshallen des Arsenale und der Park der Giardini, wo sich die meisten Länderpavillons befinden.

Das diesjährige Motto soll nicht nur Erleuchtung, sondern auch Aufklärung und Intuition bedeuten. «Die Idee ist, über Kunst zu reden, die den Betrachter erleuchtet, aber auch über die Nationen, die in Form der Länderpavillons einen entscheidenden Teil der Biennale darstellen», erklärte die künstlerische Leiterin Bice Curiger ihr Konzept. Die Kunstbiennale dauert bis zum 27. November.

Goldene Löwen für Künstler

Der britische Beitrag von Haroon Mirza erhielt den Silbernen Löwen. Ausserdem gab es einen Sonderpreis für den lettischen Pavillon und die in Berlin lebende schwedische Künstlerin Klara Liden. Zwei Goldene Löwen für das Lebenswerk gingen an die US- amerikanische Künstlerin Elaine Sturtevant, Jahrgang 1930, und den 1947 geborenen Wiener Künstler Franz West.

Bundesrat und Kulturminister Didier Burkhalter hatte bereits am Freitag im Teatro Fondamenta Nuove die Ausstellung «Chewing the Scenery» eröffnet. Andrea Thal ist Kuratorin dieses Schweizer Beitrags.

SDA/pbe

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch