Cartoon-Legende Mordillo ist tot

Der argentinische Zeichner und Cartoonist, vor allem beliebt für seine Knollennasen-Wesen, starb im Alter von 86 Jahren.

Der Argentinier Guillermo Mordillo mit zwei von ihm entworfenen Plüschfiguren. Foto: Keystone

Der Argentinier Guillermo Mordillo mit zwei von ihm entworfenen Plüschfiguren. Foto: Keystone

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Der argentinische Comiczeichner Guillermo Mordillo ist tot. Wie die spanische Zeitung «El Pais» meldet, ist der beliebte Comiczeichner im Alter von 86 Jahren gestorben. Berühmt war der Cartoonist vor allem für seine knollennasigen Figuren.

Mordillo wurde am 4. August 1932 als Sohn spanischer Emigranten in Villa Pueyerredon in Buenos Aires geboren und fing früh mit dem Zeichnen an. Die Journalistenschule, die er besucht hatte, schloss er mit einem Diplom in Design ab. 1950 begann er damit, Kinderbücher zu illustrieren, 1955 wurde er Art Director bei einer internationalen Werbeagentur in Lima.

Ein typischer Mordillo-Cartoon. Foto: Imago

Seine glubschäugigen, knollennasigen Männlein und Weiblein, die später zu seinem Markenzeichen werden sollten, tauchten erstmal auf Grusskarten auf, die er in dieser Zeit zu zeichnen begann.

Erst bei Paramount, dann nach Paris

1960 ging Mordillo für drei Jahre nach New York, wo er in den Paramount Trickfilmstudios arbeitete. 1963 zog er schliesslich – Berichten zufolge mit nur 150 Dollar in der Tasche und ohne die geringsten Französisch-Kenntnisse – nach Paris, wo er die nächsten 17 Jahre leben und arbeiten sollte.

Während er dort bei einem Verlag arbeitete, entwickelte er die Idee, seine Zeichnungen in Zeitungscartoons zu verarbeiten. Nach drei Jahren Verlagstätigkeit bot er 1966 seine Bildergeschichten verschiedenen Zeitschriften an, «Paris match» und «Lui» druckten die Arbeiten schliesslich. Seine Cartoon-Sammlung «Das Piratenschiff» brachte ihm Anfang der Siebzigerjahre auch den Durchbruch auf dem Buchmarkt – und gab damit den Startschuss für eine regelrechte Mordillo-Industrie aus Büchern, Trickfilmen, Postern, Bildkarten, Puzzles, Kalendern, Schreibwaren, Spielkarten, T-Shirts und Plüschtieren.

Mordillo war vor allem für seine knollennasigen Figuren berühmt. Foto: Imago (zas/SZ)

Erstellt: 01.07.2019, 11:17 Uhr

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