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Das grosse Nein des Dadaismus

2016 begeht Zürich das 100-Jahr-Jubiläum einer Kulturrichtung, die alle Gewissheiten radikal infrage stellte. Doch wie feiert man so etwas?

Wer? Hugo Ball im «kubistischen Kostüm». Wo? 1916 im Cabaret Voltaire. Was? «Gadji beri bimba glandridi». Foto: Getty Images
Wer? Hugo Ball im «kubistischen Kostüm». Wo? 1916 im Cabaret Voltaire. Was? «Gadji beri bimba glandridi». Foto: Getty Images

Gugus – Dada. Haha, wie lustig ist doch der Dadaismus. Jux und Tollerei. Man witzelt sich zu Tode. Dabei war der Dadaismus die gewaltigste Attacke gegen unser Denken und Fühlen.

Nie zuvor wurde die Negation all unserer Werte so radikal durchgespielt wie 1916 im Cabaret Voltaire an der Spiegelgasse 1 in Zürich. Wir stehen nun, zu Beginn des Jubeljahrs, vor einer gigantischen Wiederverwertung, der Umwertung des Negativen ins Positive. Sogar Zürich Tourismus hat Dada als Standortvorteil unserer Stadt entdeckt. Und ­Nicolas Hayek von Swatch, die das Cabaret Voltaire fallen liess, plaudert von «positiver Provokation». Wird das Negative nun in einem Massengrab des Spassspiessertums versenkt?

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