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Das Kunst-Kommando

Kunst umsonst, einfach so und an irgendwen – das ist das Projekt «Papergirl» Berlin. Dabei bekommt man einzigartige Kunstwerke aus aller Welt wortwörtlich nachgeworfen.

Street-Art-Künstler haben es heute nicht einfach. Kunst auf der Strasse empfinden viele Menschen als störend, als Verschandelung des Stadtbildes. Die bestehenden Verbote und Vorschriften erschweren es den Strassenkünstlern zudem, ihre Werke unter die Leute zu bringen. «Papergirl» heisst das erfolgreiche Kunstprojekt, das ihnen genau dies jetzt auf legalem Wege trotzdem erlaubt.

In der deutschen Hauptstadt Berlin hat sich vor ungefähr vier Jahren eine Gruppe von Street-Art-Künstlern zusammengeschlossen, um die Plakatier- und anderen Verbote auf eine originelle Art und Weise zu umgehen. Auf ausgefallenen Fahrrädern radeln die Papergirls durch die Innenstadt und werfen ihre Kunst den Passanten einfach vor die Füsse. Diese reagieren auf die überraschenden Wurfgeschosse erst verdutzt, dann meist erfreut, seltener werden sie wütend. Die Papergirls reichen ihre Kunstgeschenke durch Autofenster, legen sie auf niedrige Balkone und lassen sie in offene Handtaschen gleiten.

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