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Das Museum Rietberg geht fremd

Die Ausstellung «Gastspiel» zeigt Schweizer Gegenwartskunst inmitten seiner Artefakte aus fremden Kulturen – und wirft damit brisante Fragen auf.

In der Altamerika-Sammlung eingenistet: Objekt mit dem Namen «Die Gegenwart sucht ihren Mund in der Spiegelung der Suppe» von Yves Netzhammer.
In der Altamerika-Sammlung eingenistet: Objekt mit dem Namen «Die Gegenwart sucht ihren Mund in der Spiegelung der Suppe» von Yves Netzhammer.
Rainer Wolfsberger
Hier lebt und webt auch der Geist von Karl Valentin: «Heroine of the People (Revolutionary)», 2005, von Mai-Thu Perret.
Hier lebt und webt auch der Geist von Karl Valentin: «Heroine of the People (Revolutionary)», 2005, von Mai-Thu Perret.
Rainer Wolfsberger
Die Sehenswürdigkeit als Albernheit: Olaf  Breunings «Easter Bunnies».
Die Sehenswürdigkeit als Albernheit: Olaf Breunings «Easter Bunnies».
Museum Rietberg
Es nehmen die Flechten Beschlag vom Holz und eigene Formen an: «Waldrochen» von Lutz & Guggisberg.
Es nehmen die Flechten Beschlag vom Holz und eigene Formen an: «Waldrochen» von Lutz & Guggisberg.
Museum Rietberg
Objekt in Ecke: «Untitled (Betonlandschaft)» des berühmten Künstlerduos Fischli/Weiss.
Objekt in Ecke: «Untitled (Betonlandschaft)» des berühmten Künstlerduos Fischli/Weiss.
Museum Rietberg
Der junge Fabian Marti, einer der talentiertesten Schweizer Fotografen, hat in Brasilien ein simples Hotel namens «TwoHotel» gebaut, eine Kopie stellt er in den Rieterpark.
Der junge Fabian Marti, einer der talentiertesten Schweizer Fotografen, hat in Brasilien ein simples Hotel namens «TwoHotel» gebaut, eine Kopie stellt er in den Rieterpark.
Museum Rietberg
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Bestenfalls ist Kunst ja ein wildes Tier. Und das Museum die Manege, die dem Tier seine Bedeutung in der Gesellschaft zuweist. Elegant im Kreis geführt von ­einem Kurator. Das Museum ist die Instanz, die Kunst überhaupt erst als Kunst erkennt, sie benennt, beschriftet und betreut. Um sie dann erzieherisch mit uns, dem Kunstpublikum, in Kontakt zu bringen – berühren verboten, natürlich. Frei laufende Kunst, Kunst im öffentlichen Raum? Ein schwieriges Kapitel, vor allem in Zürich, Heimathafen eines ­Hafenkrans.

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