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«Der Beginn einer Liebesgeschichte»

Die Winterthurerin Chrissy Angliker wanderte mit 16 aus, um Künstlerin zu werden. Jetzt verdreht sie New York den Kopf.

Sie leben schon seit 12 Jahren in den USA und mischen dort in der Kunstszene mit. Im Rahmen der aktuellen «jungkunst»-Ausstellung in Winterthur kehren Sie mit Ihren Bildern in die vergleichsweise kleine Schweiz zurück. Fühlt sich das nicht fremd an? Überhaupt nicht, ich fühle mich immer noch sehr verwurzelt hier. Darum versuche ich auch gerade wieder, meine Beziehungen zur Schweiz zu verstärken und als Künstlerin Fuss zu fassen. Ich habe mir jetzt zwar mein Leben in New York eingerichtet, mein Studio ist dort, meine Freunde, ich fühle mich sehr wohl. Gleichzeitig will ich mich aber auch hier als Künstlerin etablieren, ich möchte meine Kunst mit der Schweiz teilen. Ich bin nicht weggegangen, weil ich wollte, sondern weil ich musste.

Was hat hier denn gefehlt? Ich habe schon sehr früh realisiert, dass ich Künstlerin werden will, mit 11. Viele meiner Bezugspersonen, vor allem Lehrer, haben mich aber nicht ernst genommen oder sogar entmutigt. Man traute mir nicht zu, es als Künstlerin zu schaffen. Meine Lehrer sagten mir, ich solle doch eine Lehre als Grafikerin machen, das sei auch kreativ. Künstler würden sowieso erst Geld verdienen, wenn sie tot sind. Für mich war aber ganz klar, dass es keinen anderen Weg gibt. Deshalb hatte ich eigentlich gar keine andere Wahl, als wegzugehen, dorthin, wo man als junge Künstlerin ernst genommen und gefördert wird.

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