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Der intellektuelle Gewaltherrscher

Das Landesmuseum widmet Karl dem Grossen zum 1200. Todestag eine grosse Ausstellung. Zeitgleich erscheint eine Biografie von Johannes Fried, die Karls Beitrag zur kulturellen Entwicklung Europas aufzeigt.

Idealbildnis Karls des Grossen aus der Albrecht-Dürer- Werkstatt: Die Bügelkrone wird ab dem 11. Jahrhundert von den Kaisern des Heiligen Römischen Reiches getragen.
Idealbildnis Karls des Grossen aus der Albrecht-Dürer- Werkstatt: Die Bügelkrone wird ab dem 11. Jahrhundert von den Kaisern des Heiligen Römischen Reiches getragen.
Deutsches Historisches Museum
Karl der Grosse (r.) und sein Vater Pippin mit dem Modell des Zürcher Grossmünsters. Glasgemälde aus dem Pfarrhaus des Grossmünsters, um 1551.
Karl der Grosse (r.) und sein Vater Pippin mit dem Modell des Zürcher Grossmünsters. Glasgemälde aus dem Pfarrhaus des Grossmünsters, um 1551.
Donat Stuppan
Bauboom: Den sichtbarsten Einfluss hatte Karl der Grosse im Bereich der Architektur. Bauschmuck aus dem Kloster Müstair GR (8./9. Jahrhundert).
Bauboom: Den sichtbarsten Einfluss hatte Karl der Grosse im Bereich der Architektur. Bauschmuck aus dem Kloster Müstair GR (8./9. Jahrhundert).
Donat Stuppan
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Über das tatsächliche Leben von Karl dem Grossen ist nur wenig Gesichertes bekannt: Mutmasslich geboren wurde er im Jahre 748; gestorben ist er hingegen ganz sicher im Jahr 814. Und geherrscht hat er – ebenfalls sicher – über das ganze christliche Europa, also auch über die Schweiz. Deshalb gibt es nun zum 1200. Todestag im Landesmuseum Zürich eine Ausstellung. Sie will uns zeigen, wie der Herscher die Schweiz prägte – obwohl er hier nachweislich nur zweimal war: Auf der Durchreise nach Italien machte er im Sommer 773 in Genf Station; 801 überquerte er von Italien den Grossen St. Bernhard. Alle weiteren Schweiz-Aufenthalte gehören ins Reich der Vermutungen und Mythen.

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