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«Der Schreck kommt erst im Nachhinein»

Roman Signer, der ewige Sprengmeister? Ein Interview mit dem Appenzeller anlässlich seiner neuen Ausstellung im Kunstmuseum St. Gallen zeigt, dass dem Künstler der Knall gar nicht wichtig ist.

Kunst und Erfindertum: Roman Signer mit seinem Werk «Motor mit Propeller», 2013. Foto: Walter Bieri (Keystone)
Kunst und Erfindertum: Roman Signer mit seinem Werk «Motor mit Propeller», 2013. Foto: Walter Bieri (Keystone)

Sie haben den Skulpturbegriff erweitert, um nicht zu sagen: gesprengt. Wie kam es dazu?

1972 fand ich in St. Gallen ein Atelier und war glücklich, endlich einen Raum für mich selbst zu haben. Bald aber habe ich Objekte in die Natur mitgenommen und auch Arbeiten oder Handlungen gemacht, die nur in der Natur möglich ­waren. Ich sprach damals von der Natur als Atelier. Ich meinte das nicht im Sinne der damals beliebten Land-Art; ich hinterliess keine Spuren, sondern machte vor allem Filme. Das war für mich psychisch wichtig, denn ich bin nicht einer, der immer im Atelier sitzen kann. Ich habe gerne, wenn etwas passiert.

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