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Die Schönheit der Alufolie

Der US-Künstler James Welling ist besessen von der Idee, der Fotografie neue Impulse zu geben. Jetzt zeigt das Fotomuseum Winterthur seine Bilder, die so aussehen, wie die Musik von Sonic Youth klingt.

Welling verfremdete das von Architekt Philip Johnson erbaute Glass House, indem er verschiedene Farbfilter vor die Linse hielt. Aus der Serie «Glass House», 2008.
Welling verfremdete das von Architekt Philip Johnson erbaute Glass House, indem er verschiedene Farbfilter vor die Linse hielt. Aus der Serie «Glass House», 2008.
James Welling
Die Bilder des amerikanischen Fotografen James Welling erinnern an Expressionisten wie Jackson Pollock: «Aluminum Foil», 1980.
Die Bilder des amerikanischen Fotografen James Welling erinnern an Expressionisten wie Jackson Pollock: «Aluminum Foil», 1980.
James Welling
Die Bilder wirken so plastisch, als hätte sie ein alter Meister hingepinselt. «Daylight» (1994) aus der Serie «Light Sources».
Die Bilder wirken so plastisch, als hätte sie ein alter Meister hingepinselt. «Daylight» (1994) aus der Serie «Light Sources».
James Welling
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Es sieht leer geräumt aus im Fotomuseum Winterthur. Und unter dem ersten Eindruck der eben eröffneten Ausstellung fragt man sich spontan: Befinden wir uns in einer perfekt aufbereiteten Schau postminimalistischer Kunst? Denn zum Auftakt tanzen auf fünf grossformatigen Prints simple schwarze Streifen auf weissem Untergrund. Eine Serie von 38 grau monochromen Kleinformaten schmückt die gegenüberliegende Wand. Und an der Stirn des Ausstellungssaals hängen zwei bunte Farbfelder, die entfernt an Rothko erinnern. Zuhinterst im Saal prangen, einem Altarbild gleich und in dunkle Holzrahmen gefasst, vier Ausschnitte von braunem, gefaltetem Tuch. Die Bilder wirken so plastisch und malerisch, als hätte sie ein alter Meister hingepinselt.

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