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Die Wiederkehr des Politischen

Ob es um die Rückkehr der Juden nach Polen geht oder um den Kampf um das Wasser: Politische Themen sind in den Länderpavillons der 54. Biennale von Venedig stark präsent.

Subtil: Die türkische Künstlerin Ayse Erkmen zeigt eine Installation aus Röhren, in denen verschmutztes Wasser wiederaufbereitet wird.
Subtil: Die türkische Künstlerin Ayse Erkmen zeigt eine Installation aus Röhren, in denen verschmutztes Wasser wiederaufbereitet wird.
Doris Fanconi

«Juden!», ruft der Mann im Stadion von Warschau, «Juden, kehrt zurück nach Polen!» Es ist eine Szene wie in Chaplins «Grossem Diktator». Was wie diktatorisches Pathos erscheint, ist ein Aufruf zur Gemeinsamkeit, zur Versöhnung – und ein Eingedenken an die Geschichte der Vernichtung und Vertreibung. Dieser Aufruf ist Teil der Filmtrilogie, welche die israelisch-niederländische Künstlerin Yael Bartana im polnischen Pavillon zeigt. Der Film zeichnet in einer an die Filmsprache der 1930er-Jahre erinnernden Ästhetik nach, wie sich die (fiktive) Bewegung JRMIP formiert: The Jewish Renaissance Movement in Poland.

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