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Erhellendes aus der Dunkelkammer

Selten wird die Impotenz der Fotografie so potent beschworen: Das Zürcher Fotografenduo Onorato & Krebs zeigt im Fotomuseum Winterthur seinen geistreichen Blick auf «Eurasia».

Nichts, aber auch gar nichts. Absolut nichts lässt sich an diesen Museums­wänden mit Sicherheit erkennen. Und ebenso in den verdunkelten Kinosälen. Nichts, was nicht ein Rätsel wäre, ein Enigma. Oder eine Geheimbotschaft aus einer anderen Welt. Aus welcher? Aus ­jener der Geister und Geisterbeschwörer. Die Geisterbeschwörer, das sind hier zwei Schweizer Fotografen, Taiyo Onorato und Nico Krebs. Man kennt sie seit «The Great Unreal» (2005–2009), ihrem vor allem in Buchform rasend ­erfolgreichen Roadtrip durch die USA; und wer sie kennt, weiss, dass sie an ­wenig interessiert sind. An wenig mehr als an der entscheidenden Frage: Was ist Fotografie, was ein Fotograf?

Am Nullpunkt der Fotografie

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