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Fast fünf Millionen Euro für «Lucretia»

Die Barockmalerin Artemisia Gentileschi sorgte für eine Auktionsüberraschung.

Begehrtes Ölgemälde: «Lucretia» von Artemisia Gentileschi (1593–1653). Bild: PD
Begehrtes Ölgemälde: «Lucretia» von Artemisia Gentileschi (1593–1653). Bild: PD

Der ursprüngliche Schätzwert von Artemisia Gentileschis «Lucretia» lag zwischen 600'000 und 800'000 Euro. Aber dann kam es bei einer Pariser Auktion zu einer regelrechten «Versteigerungsschlacht» – bis das Ölgemälde schliesslich für rund 4,8 Millionen Euro seinen Besitzer wechselte. Das Gemälde ging offenbar an einen europäischen Sammler. Es zeigt eine junge Frau mit nacktem Oberkörper, die sich ein Messer an die Brust hält.

Artemisia Gentileschi (1593–1653), heute die bekannteste Malerin des 17. Jahrhunderts, wurde als Tochter des Malers Orazio Gentileschi in Rom geboren. Sie sorgte damals nicht nur als Malerin für Aufsehen, sondern stand auch im Mittelpunkt eines Vergewaltigungsprozesses gegen den Kollegen ihres Vaters, Agostino Tassi, bei dem sie in die Lehre ging.

Schon früher haben Gentileschis Werke bei Auktionen für Überraschungen gesorgt. Im Dezember 2017 etwa waren bei einer Versteigerung in Paris rund 2,3 Millionen Euro für ihre «Heilige Katharina von Alexandria» erlöst worden. Einer der Gründe für den Auktionsrekord dürfte die geringe Anzahl vorhandener Werke sein. Nur rund 60 Bilder werden der Malerin heute zugewiesen; viele davon zeigen gewalttätige Szenen. Auf dem berühmten Gemälde «Judith und Holofernes» etwa schneidet Judith dem schlafenden Holofernes mit Wucht das Haupt ab.

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