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Groteske Figuren, absurde Rituale

Der südafrikanische Künstlerstar William Kentridge hat seine erste umfassende Schau in der Schweiz: Das Haus Konstruktiv zeigt Werke, die im Umfeld seiner New Yorker Inszenierung der Schostakowitsch-Oper «Die Nase» entstanden sind.

Komödiantisch verbrämte Verzweiflung: Videostill der Installation «I am not me, the horse ist not mine» (2008). Foto: Courtesy the artist and Goodman Gallery
Komödiantisch verbrämte Verzweiflung: Videostill der Installation «I am not me, the horse ist not mine» (2008). Foto: Courtesy the artist and Goodman Gallery

Eine der Folgen der südafrikanischen Apartheid war die kurz nach dem Fall des Regimes eingesetzte Wahrheits- und Versöhnungskommission. Die von Nelson Mandela erfundene und von Desmond Tutu präsidierte Para-Behörde ermutigte die Verbrecher aus der dunklen Zeit der Rassentrennung dazu, ihre Untaten vor Zuhörern zu bereuen. Damit hatte es sich auch. Die öffentliche Beschämung und Reue, so die Prämisse, sollte eine juristisch verhängte Strafe durch eine gesellschaftlich konstruktivere Praxis ersetzen.

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