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Gurlitt ist ein schweres Erbe

Die Annahme der Gurlitt-Bilder beschert dem Kunstmuseum Bern rote Zahlen.

Plötzlich im Fokus der deutschsprachigen Kunstwelt: Das Kunstmuseum Bern. (Bild vom 25. November 2014)
Plötzlich im Fokus der deutschsprachigen Kunstwelt: Das Kunstmuseum Bern. (Bild vom 25. November 2014)
Keystone

Statt eines Gewinns aus dem ordentlichen Betrieb von rund 300'000 Franken weist das Museum ein Defizit von rund 530'000 Franken aus. Für umfangreiche juristische und kunsthistorischen Abklärungen rund ums Gurlitt-Erbe hat das Museum im vergangenen Jahr nämlich rund 830'000 Franken ausgegeben. Das geht aus dem diese Woche veröffentlichten Jahresbericht hervor.

Das Defizit kann das Berner Museum aus den Reserven decken. Direktor Matthias Frehner bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Aussage in der «Berner Zeitung» vom Freitag. Im Jahresbericht heisst es auch, positive finanzielle Auswirkungen des Erbantrittes würden in den Rechnungen der kommenden Jahre ihren Niederschlag finden. Die Kosten für den Aufwand rund ums Gurlitt-Erbe weist das Museum «im Interesse der Transparenz» aus.

Das Kunstmuseum Bern erklärte im vergangenen November Annahme des Erbes von Kunstsammlers Cornelius Gurlitt. Zuvor analysierte es während Monaten Chancen und Risiken der Erbannahme. Derzeit kann das Museum über das Erbe noch nicht verfügen, weil eine Cousine Cornelius Gurlitts dessen Testament anficht.

Eigentlich erfreuliches Resultat

Dass der ordentliche Betrieb des Museums einen Gewinn von rund 300'000 Franken eingebracht hat, bezeichnet die Institution im Jahresbericht als «erfreulich».

Das Ergebnis widerspiegle einerseits das gute Interesse, das die Sammlung und die vielfältigen Sonderausstellungen beim Publikum und bei den Sponsoren und Partnern gefunden hätten. Anderseits sei es auch Ausdruck eines «verantwortungsbewussten Kostenmanagements».

Wie das Museum schon an der Jahresmedienkonferenz im Januar bekanntgeben hatte, besuchten im vergangenen Jahr rund 110'600 Personen das Haus an der Hodlerstrasse – rund 6000 mehr als im Jahr zuvor.

(SDA)

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