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Gurlitt-Sammlung wird nicht deutsches Kulturgut

Theoretisch könnte bei einer Ausfuhr der Sammlung in die Schweiz das Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung greifen.

Das Kunstmuseum Bern wurde von Cornelius Gurlitt als alleiniger Erbe eingesetzt: Zwei Schülerinnen in der permanenten Ausstellung des Museums. (8. Mai 2014)
Das Kunstmuseum Bern wurde von Cornelius Gurlitt als alleiniger Erbe eingesetzt: Zwei Schülerinnen in der permanenten Ausstellung des Museums. (8. Mai 2014)
Fabrice Coffrini, AFP

Das Bayerische Kultusministerium will die Sammlung Gurlitt nach ersten Erkenntnissen nicht zum deutschen Kulturgut erklären. «Wir sehen nach derzeitigem Stand keinerlei Handlungsbedarf», bestätigte ein Ministeriumssprecher einen Bericht des «Focus».

Das zuständige Ministerium hatte im Mai angekündigt, die Sammlung des verstorbenen Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt auf ihre Bedeutung für das deutsche Kulturgut zu prüfen, nachdem bekannt geworden war, dass Gurlitt seine Bilder dem Kunstmuseum Bern vermacht hat. Das Gesetz besagt, dass Werke, die im «Verzeichnis national wertvolles Kulturgut» aufgelistet sind, bei Ausfuhr ins Ausland eine amtliche Genehmigung benötigen.

«Unser Experte im Haus hat das geprüft und sieht derzeit keinen Grund, das zu tun», sagte der Ministeriumssprecher. Die gesamte Sammlung auf die Liste zu setzen, habe ohnehin nie zur Debatte gestanden. «Es ging immer nur – wenn überhaupt – um einzelne Bilder.»

SDA/kpn/rub

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