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Harald Naegeli: «Ich spraye wieder»

Der Schweizer Künstler Harald Naegeli – bekannt unter dem Namen «Der Sprayer von Zürich» – wurde am 28. August vor 25 Jahren festgenommen. Die Anklage lautete auf Sachbeschädigung. Mit schätzungsweise 400 bis 600 Strichfiguren hatte hatte Naegeli in den Jahren 1977 bis 1979 Zürichs graue Wände verziert.
«Gott ist krank sein Sohn hört Punk» steht 1981 an einer Hauswand, über einem Kunstwerk welches die Handschrift von Harald Naegeli trägt.
Naegeli posiert 2005 anlässlich der Eröffnung Naturwerkstatt im Zürcher Zoo neben einem seiner Werke.
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Ende der Siebzigerjahre sind Sie nachts durch Zürich gezogen und haben Wände besprüht. Wie sieht der Sprayer von Zürich seine Aktionen im Rückblick?

Aber Sie sprühen heute keine Hauswände mehr an.

Was? Werden Sie wieder Strichmännchen an die Zürcher Wände sprayen?

Was ist eigentlich so anarchistisch daran, wenn Sie Bettwäsche-Kollektionen mit Ihren Motiven verzieren?

Und die Bettwäsche?

Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee, auf Mauern zu sprayen?

Gehörten Sie zur Hausbesetzer-Szene?

Kränkte es Sie, dass Ihre Heimatstadt Ihre Kunstwerke übermalte und vernichtete?

Haben Sie sich mit der Schweiz und Ihrer Heimatstadt Zürich versöhnt?

Das Alter stimmt doch milde.

Und was bekommt Zürich?