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Vera Molnar (91), Pionierin der Computerkunst, ist im Haus Konstruktiv zu sehen – flankiert von einer sensationellen Gruppenschau.

Der oberste Stock des Museums Haus Konstruktiv ist der Meisterin überlassen: Vera Molnar, Mutter der konkret-konstruktiven Computerkunst, der das Museum an der Sihl derzeit eine Retrospektive mit dem Titel «(Un)Ordnung/(Dés)Ordre» widmet.Foto: Stefan Altenburger © 2015 ProLitteris, Zürich
Der oberste Stock des Museums Haus Konstruktiv ist der Meisterin überlassen: Vera Molnar, Mutter der konkret-konstruktiven Computerkunst, der das Museum an der Sihl derzeit eine Retrospektive mit dem Titel «(Un)Ordnung/(Dés)Ordre» widmet.Foto: Stefan Altenburger © 2015 ProLitteris, Zürich
Bereits in den späten Sechzigerjahren tat Molnar, was heute ganz selbstverständlich klingt: dem Computer Kreatives abringen. Foto: Stefan Altenburger © 2015 ProLitteris, Zürich
Bereits in den späten Sechzigerjahren tat Molnar, was heute ganz selbstverständlich klingt: dem Computer Kreatives abringen. Foto: Stefan Altenburger © 2015 ProLitteris, Zürich
Auch sehr cool ist die technische Spielerei von Attila Csörgö: eine Mischung aus Mikado und mechanischem Marionettentheater, die ausserdem den Preis für den Werktitel der Woche abräumt: «Untitled (1 tetrahedron + 1 cube + 1 octahedron = 1 icosahedron)».Bild: Regula Bearth.
Auch sehr cool ist die technische Spielerei von Attila Csörgö: eine Mischung aus Mikado und mechanischem Marionettentheater, die ausserdem den Preis für den Werktitel der Woche abräumt: «Untitled (1 tetrahedron + 1 cube + 1 octahedron = 1 icosahedron)».Bild: Regula Bearth.
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Der beste Moment des täglichen Spaziergangs war jeweils der, wenn sie mit ­ihrem «Fräulein» über die Margaretenbrücke von Pest nach Buda hinüberschlenderte. Damals war Vera Molnar zehn; das ist immerhin über 80 Jahre her. Trotzdem erinnert sie sich genau, wie sie es liebte, zwischen den Holzstreben des Brückenbodens hindurch auf die rauschende Donau zu schauen: ­unten das flirrende Blaugrün, oben das Graubraun der Holzlatten; unten die Wirbel des Flusswassers, oben, perfekt ausgerichtet, die Brückenarchitektur.

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