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«Konkrete Kunst ist stimulierend»

Seit drei Jahren ist Sabine Schaschl Direktorin des Haus Konstruktiv. Das Museum wird dieses Jahr dreissig. Zeit, Bilanz zu ziehen.

«Eine Ausstellung sollte auch ohne Audioguide am Ohr Spass machen», findet Sabine Schaschl.Foto: Reto Oeschger
«Eine Ausstellung sollte auch ohne Audioguide am Ohr Spass machen», findet Sabine Schaschl.Foto: Reto Oeschger

In der aktuellen Ausstellung zum 30-Jahre-Jubiläum des Hauses Konstruktiv (HK) hängt ein ­monochrom grünes, quadratisches Gemälde von Olivier Mosset. Als ich die Schau besuchte, meinte ein Besucher zu seiner Begleitung, das könne nun wirklich jedes Kind.

Das höre ich immer wieder. Es ist aber insofern falsch, als ein Kind nie aus denselben Überlegungen zu einem solchen Bild gelangen würde. Warum ist das Bild quadratisch? Warum nicht rechteckig? Was soll es beim Betrachter auslösen? Es macht einen grossen Unterschied, ob da ein Fünfjähriger am Werk ist, der die Welt um sich herum gerade erst zu entdecken, Zusammenhänge zu begreifen beginnt, oder eine Person, die auf Lebens­erfahrung zurückgreifen und ­damit arbeiten kann.

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