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Materialisierter Schmerz

Wo die belgische Künstlerin Berlinde De Bruyckere ihre Installationen aufstellt, wird es existenziell. Im Kunsthaus Bregenz und im Kunstraum Dornbirn zeigt die 51-Jährige, dass Schreckliches auch schön sein kann.

Riesenkrake? Dinosauriergerippe? Nichts von all dem. Gruselkünstlerin Berlinde De Bruyckere hat wieder zugeschlagen – und aus Wachs diesen 20 Meter langen Baum geformt, der direkt aus einem Alptraum stammen könnte. Berlinde De Bruyckere, Kreupelhout, 2012-2013, Ausstellungsansicht Kunsthaus Bregenz.
Riesenkrake? Dinosauriergerippe? Nichts von all dem. Gruselkünstlerin Berlinde De Bruyckere hat wieder zugeschlagen – und aus Wachs diesen 20 Meter langen Baum geformt, der direkt aus einem Alptraum stammen könnte. Berlinde De Bruyckere, Kreupelhout, 2012-2013, Ausstellungsansicht Kunsthaus Bregenz.
Mirjam Devriendt
Bereits an der Venedig-Biennale 2013 hat Berlinde De Bruyckere für Furore gesorgt. Nun ist die 50-jährige Belgierin in Bregenzer Kunsthaus am Start, wo sie ganze drei Stockwerke mit ihren Wachsgebilden gefüllt hat.  Ausstellungsansicht Kunsthaus Bregenz.
Bereits an der Venedig-Biennale 2013 hat Berlinde De Bruyckere für Furore gesorgt. Nun ist die 50-jährige Belgierin in Bregenzer Kunsthaus am Start, wo sie ganze drei Stockwerke mit ihren Wachsgebilden gefüllt hat. Ausstellungsansicht Kunsthaus Bregenz.
Mirjam Devriendt
...und hier noch eines von De Bruyckeres Pferdekadavern im Kunstraum Dornbirn, nur wenige Kilometer vom Kunsthaus Bregenz entfernt. Dort hat die aktuelle Ausstellung De Bruyckeres, «The Embalmer», ein kleine Aussenstation. Genauer: Hier hängen seltsam verstümmelte Pferde von rostigen Metallgerüsten. Wir lernen: Horror geht auch ohne Blut. Ausstellungsansicht Kunstraum Dornbirn.
...und hier noch eines von De Bruyckeres Pferdekadavern im Kunstraum Dornbirn, nur wenige Kilometer vom Kunsthaus Bregenz entfernt. Dort hat die aktuelle Ausstellung De Bruyckeres, «The Embalmer», ein kleine Aussenstation. Genauer: Hier hängen seltsam verstümmelte Pferde von rostigen Metallgerüsten. Wir lernen: Horror geht auch ohne Blut. Ausstellungsansicht Kunstraum Dornbirn.
Mirjam Devriendt
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Der Busen war derart perfekt, er konnte gar nicht menschlich sein. Kaum hatte der junge Jäger Aktaion begriffen, dass der nackte Körper, den er da beim Baden beobachtete, einer Göttin gehören musste, schlug der erste Jagdhund auch schon die Zähne in sein Fleisch. Diana hatte Aktaion in einen Hirsch verwandelt, und die Geschichte nahm ihren blutigen Lauf. Etwas schade war es schon um den schönen Jüngling. Aber so macht man es nun mal mit sterblichen Spannern.

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