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«Robbo? Nie von dir gehört»

In London tobt ein Graffito-Krieg: Szenekönig Banksy und Altmeister King Robbo streiten sich um die Vorherrschaft. Doch die ganze Sache tönt verdächtig nach PR-Stunt.

Bei Banksy weiss man nie. Ob die sich um seinen Namen rankenden Legenden wahr sind etwa. Oder nur gut erfundene Geschichten, vom Künstler selbst in die Welt gesetzt, um dort ihr subversives Unwesen zu treiben. Wie die Story um den Pseudokünstler Thierry Guetta aus seinem oscarnominierten Film «Exit through the Gift Shop», oder nun eben die Fehde mit dem Graffiti-Künstler King Robbo.

Ganz kurz erzählt geht sie so: Banksy übermalt im Dezember 2009 ein Graffito der Street-Art-Legende King Robbo – ein Sakrileg. Darauf beginnt King Robbo seinerseits Graffitis von Banksy zu übermalen. Die Blogosphäre greift den Affront auf, Journalisten beginnen über den Zoff zu schreiben und graben die Geschichte von King Robbo aus, von dessen Existenz bis dahin nur Intimkenner der Szene wussten. Und bald schon interessiert sich auch die Kunstszene plötzlich wieder für King Robbo, der nun selber eine Einzelausstellung bekommt. Die vierte in seiner ganzen Karriere, die sich allerdings schon auf über vier Jahrzehnte erstreckt.

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